Wasserstände in den Kanälen sinken

23.04.2020

Viele Bürger*innen müssen Corona-bedingt zu Hause bleiben. Aber nicht nur die Corona-Zwangspause sondern auch die Frühlingssonne lockt zur Gartenarbeit. Insbesondere zum Gartengießen sind verstärkt unzulässige Wasserentnahmen aus den Oberflächengewässern (Kanäle, Teiche und Seen) zu erwarten.

Sind die Kanäle nicht weit vom Grundstück entfernt, greifen die Anwohner*innen gerne zur Pumpe um mit dem Kanalwasser ihren Rasen sowie die Pflanzen zu bewässern. Tiere und Pflanzen, die in und an den Gewässern leben, leiden hierunter besonders.

Zum Schutz der Lebewesen in den heimischen Gewässern ist das Bewässern mit Kanalwasser untersagt. Die Einwohner*innen werden aufgefordert, möglichst gesammeltes Regenwasser für die Bewässerung der privaten Grundstücke und Pflanzen zu nutzen. „ In den letzten Tagen ist  kaum Regenwasser gefallen. Die Wasserstände in den Ihlower Kanälen sind bereits gesunken“, berichtet Bürgermeister Johann Börgmann. Vermutlich wird die Trockenheit in den Sommermonaten so weitergehen. Um erhebliche Folgen für Pflanzen und ein Sterben von Fischen und Amphibien zu vermeiden, sind alle Bürger*innen aufgefordert, das Verhalten anzupassen. „Gewässerschutz beginnt bei jedem Einzelnen, jeder kann durch richtiges Verhalten dazu beitragen, dass die Wasserstände nicht weiter sinken und die Umwelt geschützt wird“, so Börgmann.

Die Grenze der Wasserentnahme aus den Kanälen ist schnell überschritten, deshalb weißt die Gemeinde Ihlow im Sinne der Natur auf die bestehende Rechtslage hin:

Rein rechtlich begeht jeder, der aus öffentlichen Gewässern ohne Genehmigung Wasser entnimmt, einen „Diebstahl“. Denn gesetzlich erlaubt ist lediglich das Abschöpfen von Wasser in kleinen Mengen mit Handschöpfgeräten wie Eimer oder Gießkannen. Bei anhaltender Hitze und Trockenheit sollte aber auch darauf verzichtet werden, um ökologische Schäden zu verhindern.

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